Interkulturelle Kommunikation
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Wintersemester 2020/21

Master Interkulturelle Kommunikation

Wintersemester 2020/21

PROF. DR. IVETT GUNTERSDORFER
Theorie und Praxis der Interkulturellen Kommunikation
2-stündig,
Mo 18-20 Uhr c.t., Oettingenstr. 67, Raum 057
Beginn: 02.11.2020, Ende: 12.02.2021
Ausgewiesene Experten aus Wissenschaft und Praxis werden aus ihren jeweiligen Forschungs- und Praxisfeldern berichten. Die Beiträge basieren auf unterschiedlichen wissenschaftlichen Positionen und auf vielfältigen praktischen Erfahrungen. Sie sollen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer darüber informieren, welche interkulturellen Herausforderungen gegenwärtig relevant sind und mit welchen zukünftigen Entwicklungen zu rechnen ist. Die Beiträge sollen insbesondere auch Anregungen bieten, sich mit Fragen bzgl. möglicher Anwendungsbereiche und beruflicher Entwicklungsmöglichkeiten in Interkultureller Kommunikation zu beschäftigen.
Termine: siehe Homepage des IkK Instituts.

P 1 Grundlagen der Interkulturellen Kommunikation
P 1.1 Vorlesung
PROF. DR. IVETT GUNTERSDORFER
Einführung in die Interkulturelle Kommunikation
2-stündig,
Auf Deutsch: Di 12-14 Uhr c.t., Geschwister-Scholl-Platz 1, M 010,
Beginn: 03.11.2020, Ende: 09.02.2021
Die Lehrveranstaltung führt in die Sicht- und Arbeitsweisen der Interkulturellen Kommunikation ein, macht mit unterschiedlichen theoretischen Zugängen, zentralen Begriffen und Konzepten vertraut und stellt exemplarische Forschungsfelder vor.

Introduction to Intercultural Communication - for ICCP Students
2-stündig,
In english: Mo 16-18 Uhr c.t., Online-Veranstaltung
The course introduces the perspective and working methods of intercultural communication, familiarizes students with different theoretical approaches, central terms and concepts and presents exemplary fields of research.
Start: 03.11.2020, End: 09.02.2021

P 1.2 Grundkurs
DR. GREGOR STERZENBACH
Grundkurs Interkulturelle Kommunikation
4-stündig,
Mo 14-18 Uhr c.t., Oettingenstr. 67, 057,
Beginn: 02.11.2020, Ende: 08.02.2021
Vermittelt werden die grundlegenden Kenntnisse zum Gegenstandbereich der Interkulturellen Kommunikation, zur Geschichte und Identität des Fachs Interkulturelle Kommunikation des Fachs, zu den grundlegenden Theorien und Methoden des Fachs. Ausgegangen wird dabei vom kulturallgemeinen Ansatz des interkulturellen Lernens und Wert gelegt auf die Verschränkung von interkultureller Theorie und Praxis. Einerseits soll die kulturelle Abhängigkeit unseres Denkens, Fühlens und Handelns einsichtig gemacht werden, andererseits auch die Prozesse, mittels derer der Andere als kulturell Fremder markiert und konstruiert wird. Theoretisches Textstudium, interaktive Reflexion sowie Erfahrungslernen in Gruppen- oder Einzelarbeit und Referate werden als Lernmethoden dominieren.
Thematische Schwerpunkte: Kultur, Enkulturation, Fremdheit, Kommunikation, Wahrnehmung, interpersonale Wahrnehmung, Attribution, Stereotypen und Vorurteile, Interkulturelles Lernen, interkulturelle Kompetenz, Differenzierungsmodelle von Kultur, Kulturstandards, kulturelle Identität, Ethnizität
Einführende Literatur: Broszinsky-Schwabe, Edith: Interkulturelle Kommunikation. Missverständnisse und Verständigung. Wiesbaden 2010.
Moosmüller, Alois (Hrsg.): Interkulturelle Kommunikation. Konturen einer wissenschaftlichen Disziplin. Münchener Beiträge zur Interkulturellen Kommunikation, Bd. 20. Münster u.a.: Waxmann 2007

P 2 Methoden der Interkulturellen Kommunikation
P 2.1 Seminar
PROF. DR. IVETT GUNTERSDORFER
Methoden in Forschungs- und Anwendungsfeldern
2-stündig,
Mo 10-12 Uhr c.t., Raum: folgt,
Beginn: 09.11.2020, Ende: 08.02.2021
Im Seminar werden die unterschiedlichen Methoden der qualitativen und quantitativen Sozialforschung der Interkulturellen Kommunikation vorgestellt und ihre Anwendbarkeit analysiert. Anhand der Bearbeitung von Texten sollen die Grundlagenkenntnisse zu den verschiedenen Methoden geschaffen werden. Das Ziel des Seminars besteht zum einen in der Vermittlung von allgemeinem Orientierungswissen zu qualitativen und quantitativen Methoden und zum anderen in der Aneignung anwendbarer Methodenkenntnisse. Bei der Analyse von früheren Studien wird es auch um die Kongruenz von Forschungsfragen (Forschungsfeldern) und Forschungsmethoden gehen.

P 2.2 Tutorium
EMILIAN FRANCO (M.A.)
Methoden in Forschungs- und Anwendungsfeldern (Tutorium)
2-stündig,
Mi. 12-14 Uhr c.t., Oettingenstr. 67, 057
Beginn: 04.11.2020, Ende: 09.02.2021
Das Tutorium dient der Vertiefung der Veranstaltungen des Masterstudiengangs. Zugleich werden Fertigkeiten im Umgang mit Texten ausgebaut. Das wohl Wichtigste sind: Fragen von Euch, die wir gemeinsam beantworten wollen. Gern könnt ihr mir Fragen bereits vor jeder Sitzung per E-Mail schicken.

P 2.3 Übung
DR. GREGOR STERZENBACH
Methoden in Forschungs- und Anwendungsfeldern (begleitender Forschungs- und Anwendungskurs)
2-stündig,
Mi 16-18 Uhr c.t., Oettingenstr. 67, 057,
Beginn: 04.11.2020, Ende: 10.02.2021
In der Veranstaltung werden die methodischen Grundlagen für eine qualitativ ausgerichtete, ethnografische Forschung erarbeitet. Angelehnt an die theoretischen Inhalte des Seminars „Methoden in Forschungs- und Anwendungsfeldern“ (P 2.1) wenden wir uns der Frage zu, wie die konkrete, praktische Umsetzung von relevanten Methoden eine Umsetzung erfahren kann. Wir werden uns in Form von gemeinschaftlicher Reflexion und Übungen mit gängigen Methoden ethnografischer Forschung beschäftigen, d.h. mit qualitativen Interviewtechniken und der ethnografischen Beobachtung. Den Großteil der Seminarzeit verwenden wir darauf, diese Methoden zu üben, zu reflektieren und unsere diesbezüglich notwendigen Fertigkeiten zu verbessern.
Thematische Schwerpunkte:
Vorbereitung und Durchführung von qualitativen Interviews; teilnehmende Beobachtung als Forschungsmethode; Auswertung qualitativer Daten; Reflexion der Forscherrolle; ethische Fragen.

P4 / II Interkulturelle Kommunikation in transnationalen Kontexten
Es ist ein Seminar zu wählen.

DR. MARC HERMEKING
Interkulturelles Marketing: Ausgewählte Aspekte
2-stündig,
Mo 10-12 Uhr c.t., Oettingenstr. 67, C007,
Beginn: 02.11.2020, Ende: 08.02.2021
Weltweiter Wettbewerb und globale Warenangebote erfordern interkulturelle Marketingmaßnahmen, die verschiedene Ländermärkte, Zielgruppen und Kulturangehörige mit unterschiedlichen Konsummustern, Produktpräferenzen, Mediennutzungsgewohnheiten und Kommunikations¬stilen berücksichtigen müssen. Ausgewählte Aspekte wie z.B. kultursensible Produktgestaltung, Markt- und Konsummilieuforschung in fremden Kulturen, Marketingkommunikation (Werbung, Websites) im Kulturvergleich, Ethnic Diversity Marketing, u.a. werden im Seminar behandelt. Dabei werden der aktuelle Stand der Forschung und Literatur erfasst (meist englischsprachige Fachaufsätze) sowie relevante IKK-Grundlagen und Theoriemodelle praktisch angewendet und vertieft.

PROF. DR. IVETT GUNTERSDORFER
Konfliktlösungen, Copingmechanismen- und Strategien im interkulturellen Management
2-stündig,
Mo 12-14 Uhr c.t., Oettingenstr. 67, 169,
Beginn: 09.11.2020, Ende: 03.02.2020
Im Seminar werden interkulturelle Konflikte und so genannte „intercultural incidents“ aus der Praxis interaktiv analysiert und Lösungsstrategien entwickelt. Dazu werden in erster Linie wichtige theoretische Ansätze und Coping-Modelle aus mehreren Disziplinen (Ethnologie, Psychologie, Soziologie, Philosophie etc.) systematisch aus verschiedenen Perspektiven analysiert und reflektiert. Danach werden wir versuchen für beschriebene oder erlebte interkulturelle Konflikte konkrete Lösungsvorschläge zu machen. Im Mittelpunkt von unseren kritischen Analysen stehen vor allem mehrdimensionale Vorschläge für Strategien und Präventionsmaßnahmen in multikulturellen Organisationen und Teams. Dabei werden jedoch interpersonelle (face-to-face) Interaktionen sowie Makroperspektiven stets in Erwägung gezogen. Lesematerialien und weiterführende Links werden von der Moodle-Webseite des Seminars ab Semesterbeginn abrufbar sein.

P 5 / II Interkulturelle Kommunikation in multikulturellen Kontexten
Es ist ein Seminar zu wählen.

DR. MONIKA KRAEMER
’Wir’ und ‘die Anderen’. Diversität - Diskriminierung - Rassismus.
2-stündig,
Di 10-12 Uhr c.t., Amalienstr. 73A, 120, sowie ein Blocktermin am 09.01.2021 oder 16.01.2021, 10-18 Uhr c.t., im Raum N120/HGB - 40 Corona-Plätze
Beginn: 03.11.2020, Ende: 09.02.2021
Warum ist der Umgang mit Anderssein für Menschen so schwierig? Welche psychodynamischen Prozesse wie das Verhältnis von Minoritäten und Majoritäten oder soziale Dominanz spielen in diesem Zusammenhang eine Rolle? Nach Allports Skala sind Vorurteile der Ausgangspunkt nicht nur für die Abwertung anderer Gruppen sondern auch für viel weiter reichende Formen der Ausgrenzung und Diskriminierung bis hin zum Mord. Im Seminar werden Ausgrenzungserfahrungen in der multikulturellen Gesellschaft ebenso behandelt wie einschlägige vertiefende sozialpsychologische Theorien und neuere Forschungen zu verschiedenen Formen von Rassismus sowie Ansätze zu ihrer Überwindung.
Die Veranstaltung baut auf dem Seminar des Vorsemesters „Wir und die Anderen: Vorurteile – Stereotypen – Identitäten“ auf, steht jedoch allen Interessierten offen.

Dr. CLARA EPPING-GYAMATRI
Das Spiel der Identitäten in der deutschen migrantischen Gesellschaft
3-stündig,
Mi 17:30-19 Uhr c.t., Raum: folgt, Beginn: 04.11.2020, Ende: 10.02.2021
Die gestiegene Migration unserer Gegenwart hat Identität zum besonders wichtigen Thema gemacht. Hohe Aufmerksamkeit bekommt sie auch von der Politik. Die Einführung der Kategorie „Personen mit Migrationshintergrund“ hat der Debatte um die multikulturelle Gesellschaft neue, bisweilen sehr emotionsgeladene Aspekte verliehen.
Im ersten Teil des Seminars wird Identität in ihrer allgemein-theoretischen Grundlegung behandelt und mit Bezug auf die deutschen Migrationskontexte diskutiert. Besondere Aufmerksamkeit gilt hier der Verbindung zwischen Identitäten, ihrer Konstruktion und ihrer Bedeutung im Kommunikationsprozess zwischen Einheimischen und Migranten.
Im zweiten Teil steht die migrantische Realität im Mittelpunkt. Die TeilnehmerInnen forschen ethnographisch in Orten mit geballter Präsenz von Migranten, z.B. im südlichen Bahnhofsviertel Münchens und führen Interviews mit "Migrantionshintergründlern" durch.
Das Ziel ist, die erhobenen Inhalte vor dem Hintergrund der Erkenntnisse aus dem theoretischen Teil zu analysieren sowie schlussendlich über das Seminarthema zu reflektieren.

P 6 / II Profilmodul
Es ist eine Veranstaltung zu wählen.

PROF. DR. IVETT GUNTERSDORFER
Interkulturalität und Interkulturelle Bildung für/in Europa
2-stündig,
Di 16-18 Uhr c.t., Oettingenstr. 67, 057,
Beginn: 03.11.2020, Ende: 04.02.2020

In europäischen und supranationalen Institutionen sind offizielle Stellungnahmen über Diversität, Interkulturalität und Inklusion stets positiv. In Papieren des Europarates, der Europäischen Kommission und der UNESCO dominiert eine sehr deutliche positive Rhetorik, wenn es um eine europäische interkulturelle Bildungspolitik geht. In diesen Institutionen werden umfangreiche, wissenschaftlich hochwertige Forschungen durchgeführt und praxisnahe Materialsammlungen in mehreren Sprachen entwickelt um interkulturelle Themen und Kompetenzen auf allen Bildungsebenen der Gesellschaft zu fördern. Im Seminar werden wir diese Dokumente kritisch analysieren und ihre Anwendung und Anwendbarkeit allgemein und in verschiedenen Ländern von Europa (und außerhalb von Europa) prüfen. Materialien zum Lesen, Links und PDFs werden auf der Moodle-Webseite zur Verfügung gestellt.

SILKE ETTLING (MA)
MigrantInnen im deutschen Gesundheitswesen: Konzepte für eine kultursensible Behandlung und Pflege
2-stündig,
Di 12-14 Uhr c.t., Oettingenstr. 67, 165,
Beginn: 03.11.2020, Ende: 04.02.2020
MitarbeiterInnen im deutschen Gesundheitswesen treffen in ihrer Arbeit inzwischen fast ausnahmslos auf Menschen unterschiedlichster kultureller Herkunft. In den letzten Jahren hat sich in diesem Bereich zunehmend ein Bewusstsein für die Notwendigkeit eines kultursensiblen Umgangs mit PatientInnen und ihren Angehörigen entwickelt, denn gerade im sensiblen Fall von Krankheit greifen diese gerne auf die ihnen vertrauten kulturell geprägten Deutungs-und Handlungsmuster zurück. Im Seminar machen wir uns auf die Suche nach kulturellen Einflüssen auf das Denken, Fühlen und Handeln von PatientInnen und ihren Angehörigen im Kontext der Medizin. Vorgestellt werden sollen dabei auch verschiedene praktische Ansätze zu kultursensibler Pflege und Behandlung, zu PatientInnenkommunikation und zur Interkulturellen Öffnung von Institutionen des Gesundheitswesens.
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden in kleinen Gruppen oder einzeln eigene kleine Forschungsarbeiten durchführen.

PROF. DR. JULIANA ROTH
Lektürekurs: Die neuen Welten der Interkulturalität

3stündig, Mi 11:00 - 14:00, Oettingenstr. 67, 065

Sitzungen:
18.11., 25.11., 02.12., 09.12., 16.12.2020
13.01., 20.01., 27.01.2021

Die Globalisierung, die Wirtschafts- und die Flüchtlingskrise sowie auch die Corona-Pandemie haben eine neue Umwelt für die Beschäftigung mit Interkulturalität geschaffen. Dem Essentialismus der frühen Phase folgte die ‚Palastrevolution‘ des Konstruktivismus, beide extrem gegensätzlich in ihren Ansichten und in ihren Ansprüchen auf die Erfassung realer Diversitäten. In den heutigen Entwicklungen herrscht ein ungeordneter Mix aus Sichtweisen vor, bei dem sich noch keine dominanten Tendenzen ergeben haben.
Welches sind die grundlegenden Gedanken, mit denen wir heute Diversität erfassen? Im Kurs lesen wir aus Werken von multikulturellen Autoren, die scharfe abendländische Gegenüberstellungen vermeiden und kulturelle Vielfalt pluralistisch belassen (Parekh, Sen, Appiah, Han). In Fortsetzung davon befassen wir uns mit einschlägigen aktuellen Werken des politischen Philosophen Ivan Krastev.

P7/Forschungs- und Praxisfelder der Interkulturellen Kommunikation
Blockveranstaltung in Kochel am See: vorrs. 29.01. - 31.01.2021

In der Blockveranstaltung werden die Praktikumserfahrungen gemeinsam reflektiert und die darin aufgetauchten interkulturellen Fragestellungen bearbeitet. Genauere Informationen werden im Laufe des Semesters bekanntgegeben.

 


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