Interkulturelle Kommunikation
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Aktuelle Lehrveranstaltungen

Master Interkulturelle Kommunikation

Die Anmeldung zu den Veranstaltungen erfolgt über LSF
(siehe dazu LSF-Hilfe: “Belegen/Abmelden über den Modulbaum”)

Lehrveranstaltungen im Wintersemester 2021/22

Achtung: Vereinzelte Kurse finden aufgrund der Covid-19 Pandemie zum Teil oder ausschließlich online statt. Nähere Informationen zum Ablauf des Kurses, zu den (technischen) Vorgehensweisen und zu den Arbeitsleistungen erhalten die Teilnehmenden ein paar Tage vor Kursbeginn per E-Mail von Ihren KursleiterInnen.

PROF. DR. ANNA MEISER
Theorie und Praxis der Interkulturellen Kommunikation
2-stündig,
Mo 18-20 Uhr c.t.,
Beginn: 25.10.2021, Ende: 07.02.2022, Oettingenstr. 67, 057
Ausgewiesene Expert:innen aus Wissenschaft und Praxis werden aus ihren jeweiligen Forschungs- und Tätigkeitsbereichen berichten. Die Beiträge basieren auf unterschiedlichen wissenschaftlichen Positionen und auf vielfältigen praktischen Erfahrungen. Sie sollen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer darüber informieren, welche interkulturellen Herausforderungen gegenwärtig relevant sind und mit welchen zukünftigen Entwicklungen zu rechnen ist. Die Beiträge sollen insbesondere Anregungen bieten, sich mit wissenschaftlichen Fragestellungen, aber auch möglichen Anwendungsbereichen, Berufs- und Handlungsfeldern in Interkultureller Kommunikation zu beschäftigen.
Termine: siehe Homepage des Instituts für Interkulturelle Kommunikation.
- [ausnahmsweise] Dienstag, 2. November um 18:30 Uhr:
Prof. Dominic Busch, Universität der Bundeswehr München: „Postqualitative Methoden in der Forschung zur interkulturellen Kommunikation“
- Montag, 29. November 2021, 18:15 Uhr: Prof. Dr. Magnus Treiber (LMU München), "Schwierige Kommunikation, Fallgeschichten aus der 'Integrationsforschung'" Prof. Magnus Treiber, LMU – Thema: Migration
- 10.01.22: Verena Schneeweiß (Commit München e.V.)
- 31.01.22: Susanne M. Zaninelli (Culture Contact)

- (tba)


P 1 Grundlagen der Interkulturellen Kommunikation
P 1.1 Vorlesung:
Allgemeine Theorien der Interkulturellen Kommunikation

PROF. DR. ANNA MEISER
Einführung in die Interkulturelle Kommunikation
2-stündig,
ONLINE: Di 12-14 Uhr c.t., Onlinezugang: siehe LSF
Beginn: 19.10.2021, Ende: 08.02.2022

Die Vorlesung führt ein in historische Grundlagen und zentrale Konzepte sowie Begriffe des Faches Interkulturelle Kommunikation. Sie macht mit relevanten theoretischen Ansätzen vertraut und stellt exemplarische Forschungsfelder vor. Auf diese Weise erhalten die teilnehmenden Studierenden einen Überblick in Sicht- und Arbeitsweisen einer Kultur- und Sozialwissenschaft, in deren Fokus die Frage nach kultureller Differenz sowie die Analyse von dynamischen Interaktionsprozessen zwischen den Kulturen steht.

P 1.2 Grundkurs
DR. GREGOR STERZENBACH
Grundkurs Interkulturelle Kommunikation
4-stündig,
ONLINE: Mo 14-18 Uhr c.t., (Bei Präsenzunterricht: Oettingenstr. 67, 169)
Beginn: 18.10.2021, Ende: 07.02.2022
Vermittelt werden einführende Grundlagen, Theorien, Begriffe und Kenntnisse zum Gegenstandbereich der Interkulturellen Kommunikation. Ausgegangen wird dabei vom kulturallgemeinen Ansatz des interkulturellen Lernens und Wert gelegt auf die Verschränkung von interkultureller Theorie und Praxis. Die kulturelle Abhängigkeit unseres Denkens, Fühlens und Handelns soll genauso einsichtig gemacht werden, wie Prozesse, mittels derer Andere als kulturell Fremde markiert und konstruiert werden. Theoretisches Textstudium, interaktive Reflexion sowie Erfahrungslernen in Gruppen- oder Einzelarbeit und Referate werden als Lernmethoden dominieren. Thematische Schwerpunkte: Kultur, Enkulturation, Fremdheit, Kommunikation, Wahrnehmung, interpersonale Wahrnehmung, Attribution, Stereotypen und Vorurteile, Interkulturelles Lernen, interkulturelle Kompetenz, Differenzierungsmodelle von Kultur, Kulturstandards, kulturelle Identität, Ethnizität.

Einführende Literatur: Broszinsky-Schwabe, Edith: Interkulturelle Kommunikation. Missverständnisse und Verständigung. Wiesbaden 2010.
Moosmüller, Alois (Hrsg.): Interkulturelle Kommunikation. Konturen einer wissenschaftlichen Disziplin. Münchener Beiträge zur Interkulturellen Kommunikation, Bd. 20. Münster u.a.: Waxmann 2007

P 2 Methoden der Interkulturellen Kommunikation
P 2.1 Seminar
PROF. DR. ANNA MEISER
Methoden in Forschungs- und Anwendungsfeldern
2-stündig,
Mi 10-12 Uhr c.t.,
Beginn: 20.10.2021, Ende: 09.02.2022. Hybrid: Oettingenstr. 67, Raum 165
Das Seminar führt ein in qualitative Methoden der empirischen Sozialforschung und bietet einen Überblick über Zugangsweisen der ethnographischen Forschung, wie etwa der Teilnehmenden Beobachtung und verschiedenen Formen der Interviewführung. Die Studierenden lernen Verfahren zur Aufbereitung und Auswertung empirischer Daten kennen und erörtern Fragen sowie Problemstellungen, die mit derer wissenschaftlichen Repräsentation einhergehen. Beispielhaft werden verschiedene Forschungspraktiken und -konstellationen behandelt sowie ethische Anfragen diskutiert, die sich mit dem ethnographischen Forschen verbinden.
Dabei werden theoretisches Wissen und praktische Anwendbarkeit vermittelt und vertieft.

 

P 2.2 Tutorium
EMILIAN FRANCO (M.A.)
Methoden in Forschungs- und Anwendungsfeldern (Tutorium)
2-stündig,
Präsenzuntericht mit vereinzelten Onlinesitzungen: Mi. 12-14 Uhr c.t., Oettingenstr. 67, 057
Beginn: 20.10.2020, Ende: 09.02.2021
Das Tutorium dient der Vertiefung der Veranstaltungen des Masterstudiengangs. Zugleich werden Fertigkeiten im Umgang mit Texten ausgebaut. Das wohl Wichtigste sind: Fragen von Euch, die wir gemeinsam beantworten wollen. Gern könnt ihr mir Fragen bereits vor jeder Sitzung per E-Mail schicken.

SARAH SOMMER (M.A.): Tutorium für internationale Studierende, Ort und Zeit: tba.

P 2.3 Übung
DR. GREGOR STERZENBACH
Methoden in Forschungs- und Anwendungsfeldern (begleitender Forschungs- und Anwendungskurs)
2-stündig, ONLINE Mi 16-18 Uhr c.t. (einzelne Sitzungen 4-stündig von 16-20 Uhr c.t. - bei Präsenzunterricht: Oettingenstr. 67, U151)
Beginn: 20.10.2021, Ende: 26.01.2022
In der Veranstaltung werden die methodischen Grundlagen für eine qualitativ ausgerichtete, ethnografische Forschung im interkulturellen Feld erarbeitet. Angelehnt an die theoretischen Inhalte des Seminars „Methoden in Forschungs- und Anwendungsfeldern“ (P 2.1) wenden wir uns der Frage zu, wie die konkrete, praktische Umsetzung von relevanten Methoden eine Umsetzung erfahren kann. Wir werden uns in Form von gemeinschaftlicher Reflexion und Übungen mit gängigen Methoden ethnografischer Forschung beschäftigen, d.h. mit qualitativen Interviewtechniken und der ethnografischen Beobachtung. Den Großteil der Seminarzeit verwenden wir darauf, diese Methoden zu üben, zu reflektieren und unsere diesbezüglich notwendigen Fertigkeiten zu verbessern. Thematische Schwerpunkte: Vorbereitung und Durchführung von qualitativen Interviews; teilnehmende Beobachtung als Forschungsmethode; Auswertung qualitativer Daten; Reflexion der Forscherrolle; ethische Fragen.

P4 / II Interkulturelle Kommunikation in transnationalen Kontexten
Es ist ein Seminar zu wählen.

DR. MARC HERMEKING
Interkulturelles Marketing: Ausgewählte Aspekte
2-stündig,
Mo 10-12 Uhr c.t., Oettingenstr. 67, C007,
Beginn: 18.10.2021, Ende: 07.02.2022
Weltweiter Wettbewerb und globale Warenangebote erfordern interkulturelle Marketingmaßnahmen, die verschiedene Ländermärkte, Zielgruppen und Kulturangehörige mit unterschiedlichen Konsummustern, Produktpräferenzen, Mediennutzungsgewohnheiten und Kommunikations¬stilen berücksichtigen müssen. Ausgewählte Aspekte wie z.B. kultursensible Produktgestaltung, Markt- und Konsummilieuforschung in fremden Kulturen, Marketingkommunikation (Werbung, Websites) im Kulturvergleich, Ethnic Diversity Marketing, u.a. werden im Seminar behandelt. Dabei werden der aktuelle Stand der Forschung und Literatur erfasst (meist englischsprachige Fachaufsätze) sowie relevante IKK-Grundlagen und Theoriemodelle praktisch angewendet und vertieft.

PROF. DR. ANNA MEISER
Interkulturelle Wissenskonstruktion weltweit
2-stündig,
Mo 14-16 Uhr c.t.
Beginn: 18.10.2021, Ende: 07.02.2022, Präsenzunterricht: Oettingenstr. 67, Raum U133A

Die Konstruktion und Weitergabe von Wissen sind keine neutralen Prozesse. Sie sind nicht frei von gesellschaftspolitischen Entwicklungen und etablierten Konventionen, sondern Praktiken, eingebettet in einen Kontext von Zeit und Raum. In diesem Sinne ist Wissen auch stets lokal und so Ressource für unterschiedliche soziale und kulturelle Identitäten. Damit ist Wissen auch divers und zugleich interkulturell; denn verschiedene Wissenstraditionen treten miteinander in Austausch, der oftmals jedoch auch gewachsene Machtstrukturen widerspiegelt.
Interkulturelle Wissenskonstruktionen weltweit zeichnen sich dadurch aus, dass sie diese Kontextabhängigkeit von Wissen betonen, den universalen Anspruch der „westlichen“ Wissenschaft kritisieren und zugleich den Dialog zwischen verschiedenen Wissenstraditionen suchen. Im Seminar beschäftigen wir uns zunächst mit theoretischen Debatten, die etwa auch Fragen der „Geopolitik des Wissens“ umfassen, und diskutieren im Weiteren ausgesuchte Beispiele interkultureller Wissenskonstruktionen aus verschiedenen Weltregionen (u.a. Afrika, Asien, Lateinamerika). Schließlich fragen wir nach den Potentialen und Grenzen einer solchen interkulturellen Wissenskonstruktion allgemein und in unserer eigenen Gesellschaft.

P 5 / II Interkulturelle Kommunikation in multikulturellen Kontexten

Es ist ein Seminar zu wählen.

DR. MONIKA KRAEMER
’Wir’ und ‘die Anderen’. Diversität - Diskriminierung - Rassismus.
2-stündig,
Di 10-12 Uhr c.t., Amalienstr. 73A, 120, sowie ein Blocktermin am 15.01.2022, 10-18 Uhr c.t., in der Schellingstr. 3, Raum 242
Beginn: 19.10.2021, Ende: 08.02.2022
Warum ist der Umgang mit Anderssein für Menschen so schwierig? Welche psychodynamischen Prozesse wie das Verhältnis von Minoritäten und Majoritäten oder soziale Dominanz spielen in diesem Zusammenhang eine Rolle? Nach Allports Skala sind Vorurteile der Ausgangspunkt nicht nur für die Abwertung anderer Gruppen sondern auch für viel weiter reichende Formen der Ausgrenzung und Diskriminierung bis hin zum Mord. Im Seminar werden Ausgrenzungserfahrungen in der multikulturellen Gesellschaft ebenso behandelt wie einschlägige vertiefende sozialpsychologische Theorien und neuere Forschungen zu verschiedenen Formen von Rassismus sowie Ansätze zu ihrer Überwindung.
Die Veranstaltung baut auf dem Seminar des Vorsemesters „Wir und die Anderen: Vorurteile – Stereotypen – Identitäten“ auf, steht jedoch allen Interessierten offen.

Dr. CLARA EPPING-GYAMATRI
Das Spiel der Identitäten in der deutschen migrantischen Gesellschaft
3-stündig,
ONLINE: Mi 17:30-19 Uhr c.t., Beginn: 20.10.2021, Ende: 09.02.2022
Die gestiegene Migration unserer Gegenwart hat Identität zum besonders wichtigen Thema gemacht. Hohe Aufmerksamkeit bekommt sie auch von der Politik. Die Einführung der Kategorie „Personen mit Migrationshintergrund“ hat der Debatte um die multikulturelle Gesellschaft neue, bisweilen sehr emotionsgeladene Aspekte verliehen. Im ersten Teil des Seminars wird Identität in ihrer allgemein-theoretischen Grundlegung behandelt und mit Bezug auf die deutschen Migrationskontexte diskutiert. Besondere Aufmerksamkeit gilt hier der Verbindung zwischen Identitäten, ihrer Konstruktion und ihrer Bedeutung im Kommunikationsprozess zwischen Einheimischen und Migranten.
Im zweiten Teil steht die migrantische Realität im Mittelpunkt. Die TeilnehmerInnen forschen ethnographisch in Orten mit geballter Präsenz von Migranten, z.B. im südlichen Bahnhofsviertel Münchens und führen Interviews mit "Migrantionshintergründlern" durch. Das Ziel ist, die erhobenen Inhalte vor dem Hintergrund der Erkenntnisse aus dem theoretischen Teil zu analysieren sowie schlussendlich über das Seminarthema zu reflektieren.

P 6 / II Profilmodul
Es ist eine Veranstaltung zu wählen.

PROF. DR. ANNA MEISER
Die Rolle von Religion(sgemeinschaften) im Kontext von Migration
2-stündig,
Mi 14-16 Uhr c.t.
Beginn: 20.10.2021, Ende: 09.02.2022. Präsenzunterricht: Oettingenstr. 67, Raum 169

Die Frage nach der Bedeutung von Religion und Religionsgemeinschaft im Kontext von
Migration wird seit mehreren Jahrzehnten von verschiedenen Fachdisziplinen erforscht, wobei sie innerhalb der Interkulturellen Kommunikation vor allem in Bezug auf den Bildungsbereich erörtert wird.
Im Seminar stehen Problemstellungen im Vordergrund, die sich etwa mit der Rolle von Religion(sgemeinschaften) für den Zugang zur Gastgesellschaft, der Frage nach religiöser und nationaler Identität, der Transformation religiöser Praktiken in der Diaspora oder der Pluralisierung von religiösen Traditionen beschäftigen.
Wir wollen uns mit diesen Themen theoretisch auseinandersetzen und dabei auch fragen, was in diesem Kontext interkulturell-interreligiöse Kompetenz bedeuten kann. Daneben ist der Besuch in bzw. der Austausch mit einschlägigen Institutionen, Initiativen bzw. religiösen Gemeinden geplant, um die im wissenschaftlichen Diskurs erarbeiteten Fragen und Inhalte mit ExpertInnen aus der Praxis reflektieren zu können.


SILKE ETTLING (MA)
MigrantInnen im deutschen Gesundheitswesen: Konzepte für eine kultursensible Behandlung und Pflege
2-stündig,
Di 12-14 Uhr c.t., Oettingenstr. 67, U127A,
Beginn: 19.10.2021, Ende: 08.02.2022
MitarbeiterInnen im deutschen Gesundheitswesen treffen in ihrer Arbeit inzwischen fast ausnahmslos auf Menschen unterschiedlichster kultureller Herkunft. In den letzten Jahren hat sich in diesem Bereich zunehmend ein Bewusstsein für die Notwendigkeit eines kultursensiblen Umgangs mit PatientInnen und ihren Angehörigen entwickelt, denn gerade im sensiblen Fall von Krankheit greifen diese gerne auf die ihnen vertrauten kulturell geprägten Deutungs-und Handlungsmuster zurück. Im Seminar machen wir uns auf die Suche nach kulturellen Einflüssen auf das Denken, Fühlen und Handeln von PatientInnen und ihren Angehörigen im Kontext der Medizin. Vorgestellt werden sollen dabei auch verschiedene praktische Ansätze zu kultursensibler Pflege und Behandlung, zu PatientInnenkommunikation und zur Interkulturellen Öffnung von Institutionen des Gesundheitswesens.
Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer werden in kleinen Gruppen oder einzeln eigene kleine Forschungsarbeiten durchführen.


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