Interkulturelle Kommunikation
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Sommersemester 2019

Master Interkulturelle Kommunikation

Die Anmeldung zu den Veranstaltungen erfolgt über LSF
(siehe dazu LSF-Hilfe: “Belegen/Abmelden über den Modulbaum”)

Lehrveranstaltungen im Sommersemester 2019

Kolloquium
PROF. DR. ALEXANDRA SCHWELL
Theorie und Praxis der Interkulturellen Kommunikation
2-stündig, Mo 18-20 Uhr c.t., Oettingenstr. 67, U151, Beginn: 29.04.2019, Ende: 22.07.2019
Ausgewiesene Experten aus Wissenschaft und Praxis werden aus ihren jeweiligen Forschungs- und Praxisfeldern berichten. Die Beiträge basieren auf unterschiedlichen wissenschaftlichen Positionen und auf vielfältigen praktischen Erfahrungen. Sie sollen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer darüber informieren, welche interkulturellen Herausforderungen gegenwärtig relevant sind und mit welchen zukünftigen Entwicklungen zu rechnen ist. Die Beiträge sollen insbesondere auch Anregungen bieten, sich mit Fragen bzgl. möglicher Anwendungsbereiche und beruflicher Entwicklungsmöglichkeiten in Interkultureller Kommunikation zu beschäftigen.
Termine: siehe Homepage des IkK Instituts.

P 3 Theorien der Interkulturellen Kommunikation
P 3.1 Vorlesung
Allgemeine Theorien der Interkulturellen Kommunikation
PROF. DR. ALEXANDRA SCHWELL
2-stündig, Di 12-14 Uhr c.t., Schellingstr. 3 (S) - S 004, Beginn: 23.04.2019, Ende: 23.07.2019
In der Vorlesung werden grundlegende interdisziplinäre Ansätze der Interkulturellen Kommunikation besprochen. An ausgewählten Beispielen sollen die Theorien kritisch reflektiert und auch Fragen der Praxisrelevanz aus unterschiedlichen Perspektiven diskutiert werden.

P 3.2 Seminar
Lachkulturen und das Komische
PROF. DR. ALEXANDRA SCHWELL
2-stündig, Di 16-18 Uhr c.t., Oettingenstr. 67, 169, Beginn: 23.04.2019, Ende: 23.07.2019
Die Lehrveranstaltung führt in Komik, Humor und Satire aus kulturwissenschaftlicher und interkultureller Perspektive ein. Die Lehrveranstaltung beschäftigt sich mit humoristischer Alltagskommunikation, dem Humor unterschiedlicher sozialer Gruppen sowie der Entstehung von Lachkulturen. Welchen Einfluss haben kulturelle, historische, politische und soziale Kontexte auf die Entstehung, die Beschaffenheit und die Rezeption von Humor? Wie der so genannte „ethnische Humor“ zeigt, fungiert Humor auch als Akt der Widerständigkeit, der Bedeutung verändern und gesellschaftliche Ambivalenzen auflösen will. Er stellt eine Reaktion auf Diskriminierungserfahrungen dar, wendet Stereotype der Mehrheitsgesellschaft gegen sie, überzieht sie und zieht sie damit ins Lächerliche. Aber wo ist die Grenze zum rassistischen Humor und der Bestätigung von Stereotypen?
Darauf aufbauend untersucht die Lehrveranstaltung, wie Satire ihre Funktion als Kommentatorin des politischen und sozialen Geschehens transzendiert und zur transformierenden sozialen, politischen und diskursiven Praxis wird.

P 3.3.1 / P 3.3.2 Übung
Aus P 3.3.1 und P 3.3.2 ist eine Veranstaltung zu wählen.
Kultur und Interkulturalität
DR. GREGOR STERZENBACH
2-stündig, Mo 14-16 Uhr c.t., Oettingenstr. 67, 169, Beginn: 29.04.2019, Ende: 22.07.2019
In der Übung gehen wir der Frage nach, durch welche Dynamiken und Konzeptualisierungen aktuelle, interkulturelle Handlungsfelder geprägt werden. Anhand von einführenden Texten zur Interkulturellen Kommunikation werden wir uns zur Inspiration zunächst mit ausgewählten theoretischen Aspekten zu den Themen „Kultur“ und „Interkulturalität“ bekannt machen. Dominiert wird die Übung jedoch in der Folge durch das Erkenntnisinteresse der Teilnehmenden, die allein oder in Teamarbeit ein selbst gewähltes Handlungs- oder Diskursfeld mittels selbstständiger Sichtung von relevantem Material (Literatur, Medien) explorieren. Eventuell können hierzu auch eigene Daten z.B. durch Interviews gewonnen werden. Die erzielten Ergebnisse werden im Seminar in Referaten vorgestellt und gemeinsam diskutiert.

Kulturelle Zugehörigkeit und der „Kampf um Anerkennung”
PROF. DR. ALEXANDRA SCHWELL
2-stündig, Mo 14-16 Uhr c.t., Oettingenstr. 67, 165, Beginn: 29.04.2019, Ende: 22.07.2019
Kulturelle Zugehörigkeit ist eng mit Fragen nach der gesellschaftlichen Anerkennung kultureller Besonderheiten verknüpft. Damit einher gehen auch Möglichkeiten und Grenzen gesellschaftlicher Teilhabe. Staatsbürgerliche Rechte (und Pflichten) wurden im Lauf der Geschichte schrittweise erkämpft und immer weiter ausgebaut. Politische, soziale und kulturelle Rechte gelten jedoch nicht für alle Bewohner*innen eines Staatsgebiets in gleichem Maße. Insbesondere im Zuge von Europäisierung und Globalisierung zeigt sich, dass traditionelle Modelle von Citizenship immer weniger einer zunehmend mobilen und heterogenen Gesellschaft gerecht werden können. Mit dem Wandel der Nationalstaaten verändern sich damit auch Vorstellungen von Citizenship, von Zugehörigkeiten und Loyalitäten, aber auch von Mitbestimmung und demokratischer Teilhabe. Die Lehrveranstaltung gibt eine Einführung in Ansätze zu Citizenship und den Kampf um Anerkennung und führt in gegenwärtige Debatten zu gesellschaftlicher Teilhabe ein. Im zweiten Schritt führen die Studierenden eigene kleine empirische Projektarbeiten in aktuellen Handlungsfeldern durch, die sie in der Lehrveranstaltung präsentieren.

P 4 Interkulturelle Kommunikation in transnationalen Kontexten
P 4.1 Seminar: Es ist ein Seminar zu wählen.
Technik- und Know-How-Transfer in fremde Kulturen
DR. MARC HERMEKING
2-stündig, Mo 10-12 Uhr c.t., Oettingenstr. 67 - 169, Beginn: 29.04.2019, Ende: 22.07.2019
Informationen, Themenvorstellung und Themenvergabe in der ersten Sitzung am 29.04.2019.
Der Transfer von technischen Gütern und betriebstechnischem Know-how in fremde Kulturen findet vor allem im Rahmen industrieller Technikexporte, aber auch auch im Rahmen technischer Entwicklungszusammenarbeit statt. Interkulturelle Herausforderungen und Probleme dieses Technik- und Wissenstransfers betreffen z.B. das internationale Personal- und Projektmanagement, die Konzeption kulturell “angepasster” technischer Produkte und Bedienungsanleitungen oder die (Markt-)Forschungsmethoden zur Ermittlung kulturell unterschiedlicher Umgangsweisen mit technischen Geräten und Systemen. Diese und weitere interdisziplinäre Aspekte werden aus dem Blickwinkel der IkK betrachtet. An zahlreichen Fallbeispielen aus der Transferpraxis werden zudem IkK-relevante Theoriemodelle angewendet und vertieft. Literaturempfehlungen erfolgen bei Seminarbeginn.

Der Umgang mit kultureller Diversität im Unternehmenskontext
FRANZISKA ZURMÜHL, M.A., EMILIAN FRANCO, M.A.
2-stündig, Di 14-16 Uhr c.t., Oettingenstr. 67, 169, Beginn: 23.04.2019, Ende: 23.07.2019
Kulturelle Diversität wird insbesondere in multinationalen Unternehmen als Ressource und als Voraussetzung für Erfolg gesehen. In der globalisierten Arbeitswelt von heute sehen sich Unternehmen zunehmend mit der Notwendigkeit konfrontiert, die Vielfalt ihrer Belegschaft zu fördern und zu nutzen, um auf Dauer - auch international - wettbewerbsfähig zu sein. Kulturelle Diversität stellt jedoch auch eine Herausforderung dar, der in Unternehmen unterschiedlich begegnet wird. Insbesondere „Diversity Management“ soll helfen, die Chancen kultureller Diversität auszuschöpfen sowie die Risiken zu reduzieren.
Im Seminar werden die aktuellen Diskurse zu Diversity und Diversity Management beleuchtet, insbesondere in Hinblick auf die Zusammenarbeit in multikulturellen Teams. Dabei sollen verschiedene Perspektiven auf das Themenfeld herausgearbeitet werden, kritisch beleuchtet sowie auch gegenwärtige Entwicklungen und Praxisbeispiele miteinbezogen werden.

P 5 Interkulturelle Kommunikation in multikulturellen Kontexten
P 5.1 Seminar: Es ist ein Seminar zu wählen.
Spaltet Migration die deutsche Gesellschaft?
PROF. DR. JULIANA ROTH
3-stündig, Mi 10-14 Uhr c.t., Oettingenstr. 67, 065, Beginn: 15.06.2019, Ende: 10.07.2019
Sitzungen: 15.5., 22.5., 12.6., 19.6., 26.6., 3.7., 10.7.2019
Seit der Mitte des 20. Jhs. ist Deutschland faktisch ein Einwanderungsland. Die Wellen der Gastarbeitermigration und mehrerer kriegsbedingter Migrationen haben eine bis dahin unbekannte kulturelle Diversität der Gesellschaft gebracht: etwa ein Fünftel der Bevölkerung hat gegenwärtig einen Migrationshintergrund. Diese Tatsache blieb nicht unbemerkt und nach dem Anwachsen von Problemen in mehreren gesellschaftlichen Systemen entstand in der Politik zu Beginn des 21. Jhs. der Wunsch nach Integration. Dieses politische Konzept steht heute aber vor einer harten Probe: Toleranz und Offenheit, bis vor wenigen Jahren Kennzeichen der erwünschten Verträglichkeit zwischen Einheimischen und Zugewanderten, nehmen ständig ab. Besonders „heiß“ wird dieser Stimmungswechsel in Verbindung mit der jüngsten Zuzugswelle von Menschen aus dem Nahen Osten und Afrika diskutiert. Nach den Worten des Ethnologen Werner Schiffauer befindet sich die deutsche Gesellschaft heute im “Migrationsstress”.
Das Geschehen in der deutschen multikulturellen Gesellschaft stellt Interkulturalisten vor neue und ernsthafte Herausforderungen. Grundbegriffe müssen neu diskutiert, Kommuni­kation muss unter den Rah­men­bedingungen von Macht und Situationsspezifik neu betrachtet werden.
Das Seminar zielt darauf, wichtige theoretische Arbeiten zu Migration und Integration vorzustellen sowie die Kommunikation zwischen Migranten und Kernbevölkerung unter die Lupe zu nehmen. Der Schwerpunkt liegt auf der ethnographischen Arbeit: die Teilnehmer­Innen werden in Arbeitsgruppen die Migrationsgeschichte und die Alltagsrealität der Mitglieder von vier MigrantenInnengruppen erforschen, um Einblicke in ihre gesellschaft­liche Einbettung zu gewinnen.

„Wir” und „die Anderen”. Vorurteile – Stereotypen – Identitäten
DR. MONIKA KRAEMER
2-stündig, Di 10-12 Uhr c.t., Amalienstr. 73A, 118, Beginn: 23.04.2019, Ende: 23.07.2019, Einzel: Sa 22.06.2019 10-17 Uhr c.t., Schellingstr. 3 (S) - S 242
Bei jeglicher Begegnung von Menschen spielen Vorurteile, Bilder vom/von Anderen, eine nicht unerhebliche Rolle – gerade auch bei Kontakten in multikulturellen Kontexten. Wie entstehen diese Bilder – Vorurteile und Stereotypen, welche Wirkung haben sie und wie lassen sie sich gegebenenfalls verändern? Diesen Fragen ist die Forschung seit Jahrzehnten nachgegangen – sie stehen daher auch im Zentrum des Seminars. Unterschiedliche sozialpsychologische Zugänge wie beispielsweise die Bedeutung von Intergruppenbeziehungen werden dabei ebenso diskutiert wie die Kontakthypothese von G. Allport und aktuelle Forschungen zu unbewussten Vorurteilen. Empirische Untersuchungen zu interethnischen Kontakten sowie eigene Erkundungen der StudentInnen runden den theoretischen Rahmen ab.

P 6 / I Profilmodul
Aus P 6.1.1 und P 6.1.2 ist eine Lehrveranstaltung zu wählen.
P 6.1.1 Interkulturelle Medienkompetenz
DR. GREGOR STERZENBACH
2-stündig, Mi 16-18 Uhr c.t., Oettingenstr. 67, 169, Beginn: 24.04.2019, Ende: 24.07.2019, Blocktage: 18.5., 19.5.
Die Übung verfolgt das Ziel, in gemeinschaftlicher Projektarbeit eigene mediale Inhalte zur Interkulturalität in künstlerischer oder journalistischer Form zu erstellen, die in einem Abschlussprojekt präsentiert werden. Zum einen sollen vor allem visuelle Medien im Zentrum der Übung stehen (Fotografie, Film) und zum zweiten auch textuelle Medien. Mit Hilfe einführender Texte widmen wir uns im ersten Teil der Übung zunächst der Analyse/Vorstellung eines Medienbeitrags aus interkultureller Perspektive. Parallel dazu stehen in dieser Zeit ein begleitender Fotokurs und ein Videoworkshop auf dem Plan. Im zweiten Teil werden wir uns dann auf die Erstellung eigener medialer Inhalte konzentrieren und einen Weg wählen, diese sinnvoll zu präsentieren (z.B. Ausstellung, Webseitenauftritt, Zeitschrift). Vorkenntnisse sind nicht notwendig. Voraussetzung für die Teilnahme der Studierenden sind jedoch die Lust am journalistisch-ethnografischen oder künstlerischen Arbeiten sowie ein Engagement insbesondere in der abschließenden Projektphase (Mitte Juni bis Mitte Juli).
Thematische Schwerpunkte: Visuelle Medien, Kunst, Journalismus, Medien in der multikulturellen Gesellschaft, Medienanalyse, Methoden und Techniken des Medieneinsatzes, Medienerstellung, Probleme und Schwierigkeiten bei der Erstellung von Medien für den interkulturellen Kontext.

P 6.1.2 Interkulturelle Trainingskompetenz
Gruppe 01: DR. GREGOR STERZENBACH
Mo 16-18 Uhr c.t., Oettingenstr. 67, 169, Beginn: 29.04.2019, Ende: 22.07.2019
So, 26.5., 09:00 bis 18:00 Uhr c.t., Geschw.-Scholl-Pl. 1 (A) - A U113
So, 23.6., 08:30 bis 19:00 Uhr c.t., Geschw.-Scholl-Pl. 1 (D) - D Z005
Sa, 13.7., 08:30 bis 19:00 Uhr c.t., Oettingenstr. 67 – 057

Gruppe 02: FRANZISKA ZURMÜHL, STEFANIE WENZEL
Mo 16-18 Uhr c.t., Oettingenstr. 67, 061, Beginn: 29.04.2019, Ende: 22.07.2019
Sa, 26.5., 09:00 bis 18:00 Uhr c.t., ., Geschw.-Scholl-Pl. 1 (A) - A U115
Sa, 23.6., 08:30 bis 19:00 Uhr c.t., Geschw.-Scholl-Pl. 1 (D) - D Z001
Sa, 20.7., 08:30 bis 19:00 Uhr c.t., Oettingenstr. 67 - 057

Das Ziel der Übung besteht darin, ein interkulturelles Training zu entwickeln und zum Ende der Vorlesungszeit durchzuführen. Dazu werden zuerst die inhaltlichen und methodischen Grundlagen erarbeitet und dann zielgruppenspezifische Module entwickelt, die in realen Trainingssituationen erprobt werden. Die Zielgruppen der interkulturellen Trainings sind zum einen internationale Studentinnen und Studenten an der LMU und zum anderen Studierende, die für ein Studium/Praktikum ins Ausland gehen. Die Übung verlangt Kreativität, Engagement und selbständiges Arbeiten der Studierenden, verspricht aber auch einen großen Zugewinn an didaktischer Kompetenz. Über die Studienleistung hinaus eröffnet sich durch die erfolgreiche Teilnahme die Chance, auch in kommenden Semestern in einer Projektgruppe mitzuarbeiten, um weitere interkulturelle Trainings für Studenten durchzuführen.
Thematische Schwerpunkte: Interkulturelles Training, interkulturelles Lernen, interkulturelle Didaktik, Methoden und Techniken des interkulturellen Lernens und Lehrens, Planung und Organisation von Trainingsmaßnahmen, Probleme und Schwierigkeiten im Rahmen interkultureller Lernmaßnahmen, Trainerrolle, ethische Aspekte.

PROF. DR. ALEXANDRA SCHWELL
Oberseminar
2-stündig, Mo 16-18 Uhr c.t., Oettingenstr. 67 - L 155 Beginn: 29.04.2019, Ende: 22.07.2019
Das Oberseminar bietet Studierenden, die eine Masterarbeit im Bereich IKK vorbereiten, sowie Promovierenden und Promovierten ein Forum für die Präsentation und Diskussion ihrer Projekte. Darüber hinaus sind auch alle weiteren an IKK Interessierten jederzeit willkommen. Das Kolloquium kann Studierenden wertvolle Anregungen und Orientierung vermitteln. Termine für Präsentationen werden in der ersten Sitzung verteilt.


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